Rarität bereichert Schulhaus-Garten

„Schwarze Maulbeere“ zum „Tag des Baumes“ gepflanzt – Bezug zur Bibel

Seit über 30 Jahren feiert der Gartenbauverein Pfettrach alljährlich den „Tag des Baumes“. Und dazu wird, wie die Vorsitzende Brigitte Burger besonders anmerkte, zumeist ein Baum gepflanzt, der nicht oder selten in heimischen Gärten anzutreffen ist. Diesmal war es ein „schwarzer Maulbeerbaum“, der auf dem Gartengelände des „Alten Schulhauses“ gepflanzt wurde.

Zu dieser demonstrativen Baumpflanzung hatten sich auch die Kinder des St.-Michael-Kindergartens unter der Führung von Tanja Hofmaier und weiterer Erzieherinnen eingefunden. Dazu nahmen auch Eltern und Mitglieder des Gartenbauvereins teil. Brigitte Burger freute sich, bei strahlendem Sonnenschein feststellen zu können, dass in Pfettrach auch heuer wieder die „Tradition alljährlicher Baumpflanzungen“ beibehalten werden kann. „Gärten und Landschaft ohne Bäume würden eintönig sein und damit verarmen“, gab die Vorsitzende zu verstehen.

Die heuer auserwählte Baumart „schwarze Maulbeere“ beschrieb Stefan Raßhofer. Nach seinen Worten gehört diese Frucht zu den ältesten Kulturpflanzen und ist asiatischer Herkunft. In Europa sei dieser Fruchtbaum vor etwa tausend Jahren angekommen, aber  noch immer bei Gartenfreunden zu wenig bekannt.

Von einem Traum über einen „Garten ohne Chemie“ sprach Schriftführerin Helene Ehrmaier, die auch diesen „Tag des Baumes“ mit einem Gedicht würdigte. Für den Landshuter Kreisverband für Gartenbau und Landespflege entbot Josef Sehofer ein Grußwort, wobei er den Bäumen einen hohen Stellenwert für Natur und Klima einräumte. „Deshalb setzen viele Gartenbauvereine alljährlich ein sichtbares Zeichen mit Baumpflanzungen“, betonte der engagierte Gartler.

Alle diese Wortmeldungen verbanden die Kindergarten-Kinder mit munterem Gesang, um hier Gottes Liebe, Schöpfung und Segen hervorzuheben. Und daran knüpfte auch Pfarrer Peter Nußbaum an, der unter Bezugnahme auf die auserwählte Baumart einen Bogen zur heiligen Schrift spannte. Dort ist von einem Maulbeerfeigen-Baum die Rede, auf den der wenig angesehene Zöllner Zachäus geklettert sei, um Jesus erblicken zu können. In diesem Sinne warb der Geistliche bei der Segnung des gepflanzten Baumes auch dafür, stets Ausschau nach Jesus zu halten und damit die Schöpfung Gottes zu bewahren.