Mehr Grün und Blüten statt einer „Steinwüste“

Gartenbauverein zog Jahresbilanz – Informationen vom Kinderschutzbund Landshut

Mit seinen 168 Mitgliedern Mitgliedern ist der Gartenbau-verein örtlich eine tatkräftige „grüne Organisation“. Dieses Resümee zog Brigitte Burger bei der Hauptversammlung. Demnach hat sich der Verein nicht nur um die Pflege von Ruhebänken, Vogelnistkästen und Außenanlagen gekümmert, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen und Info-Fahrten durchgeführt.

Diese Versammlung im „Alten Schulhaus“ eröffnete Brigitte Burger mit einem Dank an die „Landfrauen“ und die Marktgemeinde wegen der guten Zusammenarbeit. Dabei zeigte sich die Vorsitzende davon überzeugt, dass der Verein auch im Berichtsjahr 2019 viel geleistet hat.

Im Detail listete Helene Ehrmaier die einzelnen Veranstaltungen, Info-Fahrten und Arbeitseinsätze auf. So wurde im Schulgarten der hier selten bekannte Maulbeer-Baum gepflanzt. Auch an der Flursäuberung hat sich der Verein beteiligt. Weiter standen der Erhalt und die Vermehrung alter Gemüse- und Blumensorten im Fokus. Selbstverständlich wurden auch gesellige Veranstaltungen geboten, die stets gut besucht waren. Insgesamt überzeugte die von der Schriftführerin vorgetragene Jahresbilanz 2019.

Für die Marktgemeinde sprach 3.Bürgermeister Sebastian Stanglmaier, der das Engagement der Gartler für mehr Grün und Blüten besonders würdigte. An Hand eines Plakats zeigte er auf, dass unsere Dörfer nicht von einer „Steinwüste“ geprägt sein sollten. Deshalb sei er besorgt über die immer mehr auseinanderklaffende Gesellschaft mit den kontrovers gegenüberstehenden Grün- und Stein-Befürwortern.

Zweiter Vorsitzender Stefan Raßhofer berichtete über die heuer geplanten Vereinsausflüge. Einer davon führt vom 7. bis 10.Juni zum Gardasee, ein anderer zum Christkindl-Markt nach Bad Feilnbach. Auch der Mitgliedsbeitrag erhöht sich, wie der Berichterstatter anmerkte, heuer insbesondere wegen teurer Postgebühren für den „Gartenratgeber“ jährlich um zwei Euro. Einen Klärungsbedarf sieht der Verein zu der von ihm gestifteten und alljährlich bei der Fronleichnams-Prozession mitgetragenen Christus-Figur. Stellvertretender Pfarrgemeinderatssprecher Hans Seidl gab hier zu bedenken, dass die umstrittene Ganzjahres-Abstellung dieser Figur unbedingt mit dem örtlichen Geistlichen geregelt werden müsse.

Die Kassiererin Heidi Meier erstattete für 2019 einen zufriedenstellenden Bericht, aus dem hervorging, dass der Verein viele Maßnahmen finanziert und nur ein kleines Minus verbucht hat. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte deshalb einstimmig.

Für langjährige Mitgliedschaften beim Gartenbauverein wurden ausgezeichnet: Alois Seidl (25 Jahre, vertreten durch seine Frau Anna), Brigitte Schmidt (20) und Helene Ehrmaier (15). Für deren langjährige Treue zum Verein bedankte sich Brigitte Burger besonders.

Über den Kinderschutzbund Landshut informierte Irmengard Rottmann. Dabei warb sie für eine kinderfreundlichere Gesellschaft, für mehr Engagement zur Reduzierung von Kinderarmut sowie für die Unterbindung von Gewalt gegenüber Kindern. Auch im Raum Landshut sei viel versteckte Not vorhanden. Die Kinderschutzbunds-Vorsitzende räumte aber auch ein, dass leider manche Eltern versagen würden. Dazu schilderte sie auch einige Fälle, wie schwierig es sei, entsprechende Hilfen den benachteiligten Kindern zukommen zu lassen. Deshalb müsse in jedem Fall hinterfragt werden, ob man gebraucht oder nur ausgenutzt wird. Für diese fast einstündige Berichterstattung bedankte sich Stefan Raßhofer mit einem Präsent bei Irmengard Rottmann und deren Schriftführerin Elfriede Lanzinger.